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Novo Brdo

Situation in der serbischen Enklave Novo Brdo

Die strategisch wichtige Gemeinde Novo Brdo zählt ca.2.500-3.000 serbische Bewohner und verbindet die größeren Orte Kamenica und Gnjilane.
    Insgesamt leben in der Enklave ca. 40.000 Serben. Nur ca. 1% der Menschen dort sind in Schulen und medizinischen nstitutionen beschäftigt, sie bekommen ihre Gehälter vom serbischen Staat.

So gut wie alle Unternehmen sind geschlossen.Ehemalige Arbeitnehmer erhalten vom Staat ein Arbeitslosengeld in Höhe des Existenzminimums (ca.130,-€ monatlich), Bedürftige erhalten Sozialhilfe in Höhe von ca. 70,- €.

Novo Brdo (kurzer geschichtlicher Umriß)

Die Festung Novo Brdo wurde von den Byzantinern erbaut und stand unter König Stefan Uroš II Milutin (1282-1321) erstsmals unter serbischer Herrschaft.
Als wichtiges Bergbau- und Handelszentrum wird es 1326 in den Aufzeichnungen sächsischer Bergleute erwähnt (Damals wurden etwa 5-6 t Silber im Jahr abgebaut).
1412 findet der erste Angriff der Osmanen statt, und obwohl ganz Serbien 1439 in türkischer Hand ist, kann die Festung erst zwei Jahre später eingenommen werden.

   
Zusammen mit Vranje war Novo Brdo das Zentrum des serbischen Widerstandes. Deshalb werden die ersten Arnauten (Albaner) aus dem Kaukasus nach Kosovo umgesiedelt, um diesen Widerstand zu brechen. Die Türkenherrschaft wird nach dem zweiten Balkankrieg (1913) restlos zerschlagen, nach dem Zweiten Weltkrieg folgt jedoch das kommunistische Regime.

Unter Tito werden die Serbische Kirche und reiche Landbesitzer im Kosovo enteignet, sein Gesetz über den Verbot der Rückkehr serbischer Flüchtlinge in den Kosovo bleibt bis in die 90-iger Jahre in Kraft. Das und die planmäßige Ansiedlung der Albaner sind eine Grundlage dafür, dass in Kosovo und Metochien in den folgenden Jahrzehnten eine erdrückende albanische Mehrheit entstanden ist.

Seit 1999 ist Kosovo und Metochien durch die UN-Resolution 1244 ein Protektorat. Die Truppen der KFOR und UMNIK sollen für Frieden und den Schutz der serbischen Bevölkerung sowie der zahlreichen christlichen Kulturgüter sorgen.